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Leinölfirnis Test-Überblick, Vergleich, Erfahrung und Kaufberatung 2020/2021

leinoelfirnis test bild

Leinölfirnis Test und Vergleich

Holz ist ein natürliches, aber zugleich auch anfälliges Material gegenüber der Witterung. Sobald die natürliche Schutzschicht des Holzes angegriffen ist, ist es ein Ziel für Schädlinge, Pilze oder auch Schimmel. Doch auch die Feuchtigkeit schadet dem Material, denn es führt dazu, dass das Holz aufquillt und splittert. Der einzige Schutz ist eine Lasur, die den Feuchtigkeitseintritt verhindert und Schäden vorbeugt. Allerdings sind solche Lasuren zugesetzt mit jeglichen chemischen Stoffen, die sowohl dem Menschen als auch der Umwelt Schaden. Daher empfiehlt sich der Griff zu einer natürlicheren Alternative – dem Leinölfirnis.

Die aktuellen top 5 Bestseller für Leinölfirnis im Vergleich:

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Bestseller Nr. 4
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Was ist Leinölfirnis?

Leinölfirnis entsteht aus der Basis, dem Leinöl. Hierbei wird das Leinöl auf bis zu 320 Grad Celsius erhitzt, wodurch es polymerisiert. Dadurch ist es zähflüssiger als herkömmliches Leinöl und trocknet schneller ein, sobald es mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Zugesetzte natürliche Sikkative beschleunigen diesen Prozess sogar und härten das Material besser aus. Dadurch verliert das Leinölfirnis jedoch die typische Eigenschaft des Leinöls und zieht schlechter in das vorliegende Holz ein. Es bildet jedoch eine härtere Schutzschicht auf der Holzoberfläche, die den Flüssigkeitseintritt verhindert.

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Der Einsatz von Leinölfirnis ist bei folgenden Anwendungen sinnvoll:
 
  • zum Schutz von Möbeln im Innen- und Außenbereich
  • beim Bootsbau
  • als Grundierung für Lacke
  • zum Korrosionsschutz von Metallen
  • zum Binden von blättrigem Originallack von Oldtimern
  • zum Fixieren von Speichennippeln an der Speiche
  • bei Sensitivität gegenüber auftretenden Gerüchen von Lösungsmitteln
 

Wie funktioniert Leinölfirnis?

Leinölfirnis ist, anders als Leinöl, wesentlich zähflüssiger und härtet bei Kontakt mit Sauerstoff schneller und stärker aus. Diese Eigenschaft nutzt der Heim- oder Handwerker, um das Material schnellstmöglich auf präpariertem Holz aufzutragen, wodurch es eine dünne Schutzschicht bildet. Diese Schutzschicht schützt das Holz vor Witterung und Ungeziefer, wodurch es seine Form und seinen natürlichen Glanz behält. Um selbigen Prozess mit einer herkömmlichen Lasur zu erreichen, sind dieser Härter und Lösungsmittel beigesetzt, die ein Leinölfirnis nicht benötigt. Zugesetzte natürlich Lösungsmittel bieten sich jedoch bei stark aufsaugenden Hölzern an, sodass das Leinölfirnis tiefer in das Holz einzieht.

Wo liegt der Unterschied zu Leinöl?

Leinölfirnis ist die natürlichere Form der Holzlasur. Daher ist es ausschließlich in flüssigerer oder zähflüssigerer Form erhältlich. Die Unterschiede zum herkömmlichen Leinöl entstehen erst durch das kontrollierte Erhitzen und dem Zusetzen von Sikkativen. Doch bereits Leinöl kann Holz schützen.

Leinöl schützt nicht nur hervorragend die Arterien und Venen des Menschen, sondern auch Holz. Dabei ist es dünnflüssiger als Leinölfirnis und zieht deshalb besser und tiefer in das Holz ein. Die Folge ist ein tiefergehender Schutz. Neben dem Kochen oder dem Versiegeln von Holz kann der Heimwerker das Leinöl auch zum Herstellen von Ölfarben nutzen. Die Hervorhebung der natürlichen Holzoptik spiegelt sich in den Ölfarben wider.

Ein weiterer Vorteil von Leinöl gegenüber Leinölfirnis ist der günstigere Preis, der jedoch einhergeht mit einer geringeren Haltbarkeit. Zwar dringt das flüssige Öl besser in das Material ein, aber durch das langsame Aushärten trägt sich bei jeder Berührung eine dünne Schicht des Materials ab. Dadurch ist das Holz ungeschützt an der Oberfläche und nur in den tiefen Schichten vor Witterung geschützt.

Wo liegen die Vor- und Nachteile von Leinölfirnis?

Die Vorteile

Leinölfirnis ist umwelt- und gesundheitsschonend. Das Material besteht aus der natürlichen Basis Leinöl, die ein herkömmliches Kochprodukt darstellt. Hinzu kommen natürliche Trocknungsmittel wie Schmerzmetallsalze, die ebenfalls biologisch abbaubar und für den Menschen ungefährlich sind. Dies ist auch auf das Fehlen von Lösungsmitteln oder Härtern zurückzuführen, denn Leinölfirnis erlaubt zwar den Zusatz natürlicher Lösungsmittel, diese sind jedoch nicht zwingend erforderlich, wie bei einer Lasur.

Dadurch, dass das Material so schonend und sanft gegenüber dem Holz ist, kann der Heimwerker kleinere Stellen sofort ausbessern. Beschädigt er beispielsweise beim Verschieben eines Möbelstücks die dünne Schutzschicht, kann er diesen Teil mit Leinölfirnis überstreichen, um das Material erneut zu schützen. Bei einem Lack hingegen müsste der Heimwerker das Möbelstück vollständig abschleifen, um keine Unregelmäßigkeiten zu erzeugen.

Darüber hinaus unterstreicht Leinölfirnis die natürliche Maserung des Holzes beim Auftragen des Materials. So kann der Heimwerker zwischen unterschiedlichen Farbtönen wählen, die die Optik des vorliegenden Holzes unterstreichen. Bereits ein farbloses Leinölfirnis hebt die Optik des Holzes hervor, während es gleichzeitig Schutz bietet.

Ein weiterer Vorteil des Materials ist, dass es zwar vor Feuchtigkeit und dem Eindringen von Wasser schützt, aber weiterhin die Poren des Holzes geöffnet bleiben. Holz ,,atmet“, wodurch es Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt. Eine Lasur verschließt das Holz vollständig, wodurch die Atmungsfähigkeit gestoppt ist. Dies schützt zwar vor Witterung, aber führt dazu, dass sich das Holz unnatürlich glatt anfühlt. Leinölfirnis hingegen versiegelt das Holz nicht vollständig, wodurch das ,,Holzgefühl“ für den Nutzer nicht verloren geht.

Letztlich dringt Leinölfirnis in Kombination mit Leinöl tief in die Poren des Materials ein, besonders bei stark aufsaugenden Hölzern. In diesen tiefen Schichten verweilt das Material selbst bei andauernder Feuchtigkeit, wohingegen eine Lasur sich oberflächlich festsetzt. Sobald diese sich löst, kann das Wasser eindringen, lässt das Holz von innen heraus aufquellen und die restliche Lasur platzt ab.

Vorteile auf einen Blick:

  • umwelt- und gesundheitsschonend
  • natürliche Trocknungsmittel
  • kleinere Stellen sofort ausbesserbar
  • unterstreicht die natürliche Maserung und Optik des Holzes
  • Holz kann weiterhin atmen
  • dringt tief in das Material ein

Die Nachteile

Die große Gefahr von Leinölfirnis ist die enorme Selbstentzündlichkeit. Besonders in Kombination mit dem Lösungsmittel Terpentinersatz entflammt das Gemisch bei niedrigen Temperaturen. Daher darf die Dose nie ungeschützt in der Sonne oder an warmen Orten stehen, ebenso wenig darf der Pinsel oder Lappen in der Sonne getrocknet werden. Erst nach dem vollständigen Trocknen ist das Material nicht mehr entzündlich. Bei einem zusammengeknüllten Lappen erwärmt sich das Material so lange, bis es schließlich entflammt.

Darüber hinaus ist das Material zwar schonend gegenüber der Umwelt, aber dadurch ist es weniger abriebfest. Die Folge ist, dass der Heimwerker behandeltes Holz im Außenbereich mindestens einmal pro Jahr erneut mit Leinölfirnis behandeln muss. Bereits kleinere mechanische Belastungen führen dazu, dass die oberflächliche Schicht sich löst. Diese mechanischen Belastungen sind beispielsweise das Abstellen von Töpfen auf einem Esstisch oder das ruckartige Verschieben von Gegenständen auf behandelten Möbelstücken.

Doch nicht nur die Abriebfestigkeit ist als Negativpunkt zu vermerken, sondern auch die starke Abhängigkeit von der Temperatur beim Trocknen des Leinölfirnis. Bei niedrigen Temperaturen dauert es mehrere Tage, bis das Material getrocknet ist. Bei hohen Temperaturen trocknet die oberflächliche Schicht des Materials so schnell ein, dass der Heimwerker überschüssiges Öl nicht mit einem Lappen entfernen kann. Die Folge ist, dass der Heimwerker das Holz erneut abschleifen und mit Leinölfirnis behandeln muss.

Problematisch ist auch, dass selbst bei einer ausreichend hohen Temperatur und somit vergleichsweise schnellen Trocknungszeit, eine Schicht ungenügend ist, um das Holz ausreichend zu schützen. Der Heimwerker muss mehrere Schichten auftragen, die jedes Mal vollständig erhärtet sein müssen, da sonst die folgende Schicht nicht haftet oder sich mit der vorherigen Schicht vermischt. Dadurch dauert das Behandeln von Möbelstücken mehrere Tage, in denen der Heimwerker die Möbelstücke nicht berühren darf. Besonders problematisch ist dies bei Böden, denn der behandelte Boden darf erst nach dem Erhärten der letzten Schicht betreten werden.

Letztlich ist für das Auftragen von Leinölfirnis ein vorheriges Abschleifen des Holzes nötig. Falls dieses bisher unbehandelt ist, dauert der Prozess wenige Minuten. Handelt es sich jedoch um ein bearbeitetes Holzstück, das lackiert oder grundiert ist, muss diese Schicht vollständig abgetragen sein, da sonst das Material nicht in das Holz einzieht. Für solch ein Vorgehen ist jedoch Schleifpapier nicht ausreichend, weshalb der Heimwerker auf Spezialwerkzeug zurückgreifen muss.

Nachteile auf einen Blick:

  • hohe Selbstentzündlichkeit
  • geringe Abriebfestigkeit
  • stark abhängig von Außentemperatur
  • mehrere Schichten nötig
  • lange Trocknungszeit
  • vorheriges Abschleifen notwendig

Ist Leinölfirnis giftig?

Leinölfirnis ist, falls keine synthetischen Lösungsmittel zugesetzt sind, völlig ungefährlich. Lediglich den Geruch beim Trocknen empfinden manche Menschen als unangenehm, weshalb sich das gründliche Lüften nach dem Auftragen empfiehlt.

Das heißt jedoch nicht, dass Kinder in Kontakt mit dem Material kommen, geschweige denn, das Leinölfirnis wie ein Leinöl trinken/essen dürfen.

Wie lange ist es haltbar?

Leinölfirnis zeichnet sich durch eine geringe Abriebfestigkeit aus, weshalb der Heimwerker es öfter auftragen muss. Bei behandelten Werkstücken im Außenbereich sollte die Behandlung mindestens einmal pro Jahr, eher zweimal pro Jahr erfolgen, um das Holz ausreichend zu schützen. Bei besonders von der Witterung betroffenen Werkstücken empfiehlt sich eine mehrmalige Behandlung bei Bedarf oder sobald sich die oberflächliche Schicht löst.

Im Innenbereich hingegen ist die Aussetzung gegenüber Witterung gleichermaßen nicht vorhanden, weshalb der Heimwerker selbst abwägt, wann der geeignete Zeitpunkt für eine Behandlung ist. Besonders empfiehlt sich dies bei Beschädigungen oder nach spätestens nach drei Jahren. Durch die Behandlung erfährt das Holz eine hochwertigere Optik, weshalb Heimwerker zur Restauration auf Leinölfirnis zurückgreifen.

Was sollte ich beim Kauf von Leinölfirnis beachten?

Damit das Leinölfirnis das Holz optimal schützt, muss es folgenden Kriterien entsprechen, die der Kunde vor dem Kauf beachtet:

Die Ergiebigkeit

Die Ergiebigkeit korreliert mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie gibt an, wie viel Quadratmeter Holz der Heimwerker mit 100 ml Leinölfirnis behandeln kann. Diese Zahl sollte mindestens 1,5 Quadratmeter betragen, sodass ein herkömmliches Gebinde mit Leinölfirnis ausreichend für das Vorhaben des Heimwerkers ist. Eine Ergiebigkeit von nur 0,9 Quadratmeter pro 100 ml hingegen ist ungenügend, weshalb das Produkt vergleichsweise teuer ist.

Das Anwendungsgebiet

Bei einem Leinölfirnis ist entweder die Eignung für Innenbereiche, Außenbereiche oder für beide Bereiche angegeben. Ein Kombi-Leinölfirnis für beide Bereiche ist ausreichend für die meisten Anwendungszwecke und durch seine natürlichen Inhaltsstoffe selbst für den Innenbereich unbedenklich. Hilfreich ist jedoch ein explizit ausgeschriebenes Leinölfirnis für den Außenbereich, bei einem stark der Witterung ausgesetzten Möbelstück. Dadurch garantiert das Leinölfirnis eine längere Haltbarkeit, weshalb der Heimwerker seltener eine Schicht nachtragen muss.

Die Überarbeitungszeit

Die Überarbeitungszeit oder auch Trocknungszeit genannt, ist besonders bei Leinölfirnis ein entscheidender Kauffaktor, da der Heimwerker die behandelten Möbelstücke nach dem Auftragen nicht mehr berühren darf. Bei jeder Berührung löst sich die oberflächliche Schicht, die das Holz nicht mehr schützt und zugleich auf der Kleidung des Heimwerkers sitzt. Dadurch, dass das Material leicht entflammbar ist, sollte es nie in Kontakt mit der Kleidung kommen. Daher empfiehlt sich eine möglichst kurze Überarbeitungszeit, die circa 16 Stunden beträgt. Material, das mehr als 24 Stunden trocknen muss, ist ungeeignet als Leinölfirnis.

Die Geruchsneutralität

Ein Leinölfirnis ist ein natürlicher Inhaltsstoff, der nur wenig Geruch abgeben sollte. Stellt der Käufer nach dem Kauf fest, dass das Leinölfirnis unnatürlich riecht, sollte ein Blick auf die Inhaltsstoffe fallen. Liegen ihnen synthetische Stoffe bei, handelt es sich um Lösungsmittel, die den typischen Geruch von Lasur abgeben. Dieser Geruch erzeugt nicht nur Kopfschmerzen, sondern kann auch Übelkeit verursachen. Ein natürlicher Geruch hingegen ist unabdingbar, denn beim Trocknen lösen sich Duftstoffe des enthaltenen Leinöls.

Die Farblosigkeit

Farbstoffe sind ebenfalls künstliche Inhaltsstoffe, die nicht im Einklang mit einem natürlichen Leinölfirnis stehen. Natürliche Farbstoffe hingegen unterstreichen die Optik des Holzes, ohne die Umwelt zu belasten. Diese Farbstoffe müssen jedoch auf die jeweilige Holzart angepasst sein, denn ein heller Holzton darf nicht mit einem dunklen Leinölfirnis bestrichen werden. Bestenfalls ist das Leinölfirnis völlig farblos, denn dadurch hebt es nur leicht die natürliche Farbe hervor, ohne sich aufdringlich in den Vordergrund zu rücken.

Wie viel kostet Leinölfirnis?

Der Preis des Leinölfirnis lässt sich entweder durch den Preis eines einzelnen Gebindes festsetzen oder über den Preis pro 100 ml oder pro Liter. Letztere beiden Methoden sind zielführender, da sie das wahre Preis-Leistungs-Verhältnis inklusive der Ergiebigkeit darstellen.

Ein Liter Leinölfirnis kostet circa 1,5 Euro. Wenige Gebinde sind sogar für einen günstigeren Preis von 0,5 Euro pro Liter erhältlich, wobei der Heimwerker hierbei beurteilen muss, ob das Produkt qualitativ hochwertig ist. Ein Leinölfirnis hingegen, das mehr als zwei Euro pro Liter kostet, ist zu teuer.

Diesen Preis pro 100 ml oder pro Liter muss der Heimwerker jedoch noch der Ergiebigkeit gegenüberstellen, sodass er das vollständige Preis-Leistungs-Verhältnis erhält.

Welche Leinölfirnis Tests von angesehenen Testmagazinen gibt es? Gibt es einen Test von Stiftung Warentest?

Bisher hat kein angesehenes Testmagazin Leinölfirnis getestet. Allerdings hat die Stiftung Warentest Leinölfirnis als generell gesundheitlich unbedenklich eingestuft, während sie die Haltbarkeit auf Oberflächen kritisiert hat.

Wie kann man Leinölfirnis verdünnen und verarbeiten?

Bevor der Heimwerker mit dem Verarbeiten des Leinölfirnis beginnt, sollte er an einer unscheinbaren Stelle des Möbelstücks oder an einem Probeholz das Mischverhältnis testen, ob dieses richtig berechnet wurde.

Im Anschluss geht er wie folgt vor:
  1. Das Möbelstück nehmen und mit einem grobkörnigen Schleifpapier abschleifen
  2. Daraufhin Holzspäne entfernen
  3. Sobald alle Holzspäne entfernt sind, mit einem feineren Schleifpapier das Möbelstück erneut abschleifen, um eine angeraute Oberfläche zu erhalten
  4. Erneut das Holz säubern
  5. Nun im exakten Mischverhältnis, wie auf dem Gebinde angegeben, das Leinölfirnis mit einem natürlichen Lösungsmittel vermischen, falls nötig
  6. Einen Pinsel nehmen und diesen in das Gebinde tauchen
  7. Langsam und gleichmäßig das Material auf dem Möbelstück verteilen
  8. Überflüssiges Material nach circa 30 Minuten mit einem Lappen abtupfen
  9. Das Gebinde schließen und den Pinsel sowie den Lappen reinigen
  10. Das Material mindestens 24 Stunden trocknen lassen, um im Anschluss mindestens eine weitere Schicht aufzutragen

Kann man Leinölfirnis selbst herstellen?

Das Herstellen von eigenem Leinölfirnis passiert bereits beim Auftragen von Leinöl auf Holz. Das Leinöl oxidiert an der Luft und bildet eine dünne Schicht Firn. Diese ist leicht klebrig und verhindert den Feuchtigkeitseintritt.

Lässt sich Leinölfirnis auch auf anderen Materialien auftragen?

Das vorrangig bearbeitete Material durch Leinölfirnis ist Holz. Allerdings kann der Heimwerker Leinölfirnis auch auf Metall auftragen. Rostige Stellen bieten sich besonders an, denn auf der angerauten Metalloberfläche haftet das Leinölfirnis enorm. Dies hilft bei dem Hinauszögern des Rostens oder bei Oldtimern, deren Lack abblättert. Das Leinölfirnis bindet den Lack und lässt ihn weiterhin an der Karosserie haften. Dies ist jedoch nur eine temporäre Lösung, da Salz und Kälte dem Material während des Winters zusetzen.

Leinölfirnis Test-Übersicht und Vergleich: Fazit

Leinölfirnis ist eine natürliche Methode, um Möbelstücke, Holz und Metall vor Witterung zu schützen. Das aus Leinöl hergestellte Material hebt die Optik der Holzmaserung hervor, ist gesundheitlich unbedenklich und zieht bis tief in die Poren des Holzes ein. Lediglich beim Auftragen muss der Heimwerker darauf achten, dass das Material nicht entflammt, da es hochentzündlich ist.



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