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Acryllack Test-Überblick, Vergleich, Testsieger und Kaufberatung 2020/2021

Das Leben braucht Farbe. Dieses abgedroschene Sprichwort lässt sich auf die unterschiedlichsten Lebenszustände oder Gebräuche anwenden. Einer dieser Fälle ist das Lackieren/Bemalen von Gegenständen mit Lacken. Lacke schützen nicht nur Holz oder Metall vor dem Verfaulen sowie Rosten, sondern sind auch in jeglichen Farben erhältlich. Weiße Zäune, bunte Gartentore oder auch blaue Fensterrahmen. Dies alles macht der Acryllack möglich, ein vielseitig anwendbarer Lack, den selbst Laien auftragen können.

Die aktuellen top 5 Bestseller für Acryllack im Vergleich:

Bestseller Nr. 1
Marabu 11350075000 - Farbloser aqua Klarlack, transparent 500 ml Dose, hochglänzender Acryl - Lack auf Wasserbasis, für Hobby und Freizeit, zum Lackieren vieler Bastelarbeiten und Materialien
  • 1 Dose mit 500 ml Inhalt
  • Geeignet für viele verschiedene Materialien und Serviettentechnik
  • Ideal für Kindergarten, Schule, Hobby und Freizeit
  • Klarlack auf Wasserbasis
Bestseller Nr. 2
Marabu 12300013856 - Schutzlack, dünnflüssiges Acryl - Finish auf Wasserbasis, lichtecht, wasserfest, zum abschließenden Lackieren von Kunstwerken, 250 ml, transparent
  • Schutzlack, Flasche mit 250 ml Inhalt
  • Erhöht den Schutz vor Wettereinflüssen und UV - Strahlen
  • Für Keilrahmen, Holz, MDF, Papier, Metall usw. geeignet
  • Wasser- und wetterfest, lichtecht
Bestseller Nr. 3
Marabu 1130000000087 - Decorlack Acryl Starter Set, hochglänzender Acryllack auf Wasserbasis, wetterfest, speichelecht, zum Malen, Schablonieren und für Serviettentechnik, 6 x 15 ml Farbe und Pinsel
  • Acrylbastelfarbe auf Wasserbasis
  • Starter Set mit 6 x 15 ml Farbe (Mittelgelb, Karminrot, Mittelblau, Saftgrün, Schwarz und Weiß) sowie ein Pinsel und eine Anleitung
  • Farbe ist speichelecht, wetterfest und lichecht
  • Hochglänzender Acryllack und Farbe in einem
Bestseller Nr. 4
int!rend Acryl Farben Set, 14 wasserfeste Malfarben je 18 ml + 2 Rundpinsel + 1 Flachpinsel, Acrylic Paint für Papier, Holz, Ton, Stein - Acrylfarben zum Malen und Basteln
  • AUSGEZEICHNETES AQRYLFARBEN: Große Farbauswahl, tolle Deckkraft, hohe Pigmentierung und einfache Handhabung werden in dem int!rend Acryl Farben Set vereint. Geliefert werden 14 einzelnte Kunststofftöpchen in einer ansprechenden Verpackung, zusätzlich zu den Künstlerfarben gehört auch ein Nylonpinsel zum Set - so kannst Du direkt loslegen
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  • WASSERFESTE ACRYLFARBE: Nachdem die Farbe getrocknet ist, ist diese wasserfest und somit wetterbeständig. Folglich kannst Du das int!rend Acryl Farben Set auch für den Außenbereich verwenden. Anwendungsbereich kann z.B. ein selbstgebasteltes Vogelhaus oder ähnliches sein. Bitte nach allen Malarbeiten die Farbe fest verschließen, da diese sonst austrocknet
Bestseller Nr. 5
Kreul 79406 - Acryl Glanzlack auf Kunstharzbasis, 250 ml Glas, glänzend transparent, Schutz- und Überzugslack für durchgetrocknete Aufmalungen, für Innen und Außen geeignet
  • Transparenter glänzender Überzugslack auf Kunstharzbasis
  • Wetterfest und speichelecht
  • Für den Innen- und Außenbereich
  • Anwendbar auf Holz, Pappe, Stein, Keramik und vielen Kunststoffen

Letzte Aktualisierung am 17.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Was ist Acryllack?

Ein Acryllack oder auch Buntlack genannt, ist ein mit Wasser verdünnter Lack. Die auf Wasser basierenden Lacke sind wesentlich weniger mit Lösungsmitteln behaftet und entsprechend umwelt- sowie nutzerfreundlicher als andere Lacke. Die Besonderheit des Acryllacks ist dessen bunte Farbpalette, denn die Lacke sind in verschiedensten Farben und Glanzgraden erhältlich. Letzteres drückt aus, wie stark der Acryllack glänzt. Wer einen matten Acryllack auftragen möchte, wählt hingegen einen Acryllack mit geringem Glanzgrad.

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Acryllack ist ein wahrer Alleskönner, denn er eignet sich sowohl als Grundierung, Zwischenschicht als auch als Schlussbeschichtung.

Dadurch ist das Lackieren bei folgenden Einsatzzwecken sinnvoll:
  • bei Mauerwerken
  • bei Zäunen
  • bei Gipsen
  • bei Aluminium
  • bei Eisen
  • bei Möbeln
  • bei Kindermöbeln, wenn die passende Zertifizierung vorhanden ist
  • bei Gartenmöbeln

Für welche Untergründe ist er geeignet?

Für folgende Untergründe eignet sich Acryllack:
  • Gips
  • Mauerwerk
  • Holz
  • Aluminium
  • Eisen
  • Heizungen
  • Fliesen
  • Gummi

Wie funktioniert Acryllack?

Acryllack besteht aus Acrylharz, einem Bindemittel, das in Lösungsmittel gelöst ist und mit Wasser zusammen dispergiert. Bei der Dispersion verbinden sich beide Stoffe nicht völlig miteinander, wie bei einer Lösung, sondern sie verteilen sich feinst ineinander. Für den Menschen hingegen ist der Unterschied kaum erkennbar, sobald sich beides miteinander vermengt hat. Je nach Acryllack schwankt das Verhältnis zwischen Wasser und Lösungsmittel. Während mehr Wasser dazu führt, dass der Lack flüssiger und weniger schädlich ist, deckt ein Acryllack mit mehr Lösungsmittelzusätzen besser. Weiterhin sind dem Acryllack Farbpigmente zugesetzt, die die entsprechende Farbe des Lacks abbilden. So sind sowohl schwarze, weiße als auch bunte Acryllacke erhältlich.

Welche Arten von Acryllack gibt es?

Acryllack unterscheidet sich in der Zusammensetzung, der Farbe/Transparenz und der Form, in der der Lack erhältlich ist. Folgende Unterscheidungen sind zu machen:

Die Zusammensetzung

Der Acryllack ist entweder als 1K-Lack oder als 2K-Lack erhältlich. Die erste Form ist die weitaus häufigere bei Acryllacken, bei der lediglich ein Lösungsmittel beigesetzt ist, das dazu führt, dass die Flüssigkeit im Lack verdampft und dieser trocknet. Dabei verliert der Lack enorm viel Flüssigkeit, weshalb ausschließlich eine dünne Schicht das bearbeitete Werkstück bedeckt. Bei 2K-Lacken muss der Heimwerker ein genaues Mischverhältnis der Inhaltsstoffe beachten, sodass der zusätzliche Härter nicht bereits beim Auftragen austrocknet. Der Vorteil eines 2K-Lacks ist, dass er wesentlich weniger ausdünnt und dadurch mehr Lack auf der Oberfläche haftet.

Der bunte Acryllack

Bunter Acryllack ist angereichert mit Farbpartikeln, weshalb dieser unterschiedlichste Farben darstellt. Von RAL-Tönen, normierten Farben eines Farbsystems, hin zu verschiedensten Matttönen. Daher greifen auch gern Künstler auf diese Form des Lacks zurück, denn er ist einfach zu verarbeiten, hat satte Farbtöne und ist leicht abwaschbar.

Der transparente Acryllack

Transparenter Acryllack enthält keine Farbpartikel, weshalb er auch als Klarlack bekannt ist. Dabei umschließt der Lack das Werkstück, ohne den Farbton zu ändern. Der Anwendungszweck solch eines Lacks ist hauptsächlich bei der Veredelung eines Autolacks zu finden. Der Klarlack schützt die empfindliche Autofarbe und verhindert dadurch Rost oder Beschädigungen durch UV-Strahlen. Weiterhin nutzen Maler den transparenten Acryllack zum Schutz von Gemälden oder bemalten Kunstwerken.

Die Form

Acryllack ist entweder als Spray oder als Dose erhältlich. Das Spray erlaubt eine feine Verteilung des Lacks an filigranen Stellen des Werkstücks, wohingegen der Acryllack in der Dose auch eine großflächige Bearbeitung mit dem Lack erlaubt. Ein Gemälde ist beispielsweise einfacher mit einem Spray-Acryllack zu erstellen als mit einem Acryllack aus der Dose. Bei einer großen Wand würde der Farbtopf jedoch die Arbeit vereinfachen.

Wo liegen die Vor- und Nachteile von Acryllack?

Die Vorteile

Ein Acryllack hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Lacken – er ist durch Wasser abwaschbar. Nach dem Auftragen eines anderen Lacks muss der Anwender entweder den Lappen sowie Pinsel in den Sondermüll werfen oder mit Terpentin sofort nach der Nutzung reinigen. Andernfalls würde das Werkzeug so verkleben, dass eine weitere Nutzung unmöglich ist. Bei Acryllack hingegen kann der Anwender nach dem Streichen die Werkzeuge unter den Wasserhahn halten und diese sind sauber.

Weiterhin sind dem Acryllack kaum Lösungsmittel beigesetzt. Lösungsmittel sind chemische Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass der Lack flüssig bleibt und nach dem Auftragen trocknet. Während des Trocknungsprozess stinkt jedoch nicht nur das Werkstück, sondern auch der Raum, in dem der Anwender das Werkstück bearbeitet hat. Bei einem Acryllack hingegen treten kaum bis keine Lösungsmittel in die Luft, weshalb der Acryllack geruchsarm ist.

Trotz der geringen Dichte an Lösungsmitteln, trocknet Acryllack rasant. Das heißt, der Nutzer benötigt wenig Zeit, um ein Werkstück mit Acryllack zu behandeln.

Nach dem Trocknen ist der Acryllack extrem UV-beständig. Selbst bei dauerhafter Sonneneinstrahlung und mehrjährigem Gebrauch vergilbt der Lack nicht, sondern behält seine weiße oder bunte Farbe.

Letztlich ist durch das Wegfallen von zusätzlichen Härtern, falls der Nutzer zu einem 1K-Lack greift, die Verarbeitung kinderleicht und selbst für Laien durchführbar.

Vorteile auf einen Blick:

  • leicht durch Wasser zu reinigen
  • kaum Lösungsmittelzusätze
  • geringe Geruchsentwicklung
  • geschützt vor UV-Strahlen
  • zeigt erst nach mehreren Jahren erste Zeichen von Vergilbung
  • trocknet schnell
  • einfach zu verarbeiten

Die Nachteile

Dadurch das Acryllack so schnell trocknet, ist die Offenzeit gering. Das heißt, dass der Anwender die Dose keinesfalls geöffnet lassen sollte und bei der Verarbeitung darauf achten muss, dass er den Acryllack schnell genug verstreicht, da er sonst eintrocknet.

Darüber hinaus erlaubt Acryllack durch die Beschaffenheit der Inhaltsstoffe keinen Hochglanzeffekt. Der Lack ist zwar in zahlreichen Farben erhältlich, aber diese wirken immer etwas dumpf und strahlen nicht.

Letztlich ist Acryllack zwar dafür bekannt, dass er besonders hartnäckig gegenüber UV-Strahlen und Vergilbungen ist, aber bei mechanischem Druck ist der Lack wenig strapazierfähig. Bereits kleinste Schläge reichen aus, sodass der Acryllack Risse zeigt.

Nachteile auf einen Blick:

  • trocknet schnell ein
  • Farben wirken dumpf und glänzen nicht
  • blättert bei Beschädigungen schnell ab

Was sollte ich beim Kauf von Acryllack beachten?

Damit der Acryllack das gewünschte Werkstück bestens bedeckt und einfach aufzutragen ist, sollte der Interessent vor dem Kauf auf folgende Punkte achten:

Drinnen oder draußen?

Acryllack lässt sich sowohl im Innen- als auch Außenbereich verwenden, jedoch unterscheiden sich die Inhaltsstoffe daraufhin. Bei Acryllacken für den Innenraum sollte der Käufer darauf achten, dass der Lösungsmittelanteil möglichst gering ist. Das verhindert, dass beim Anwender giftige Dämpfe in die Atemwege gelangen und der Innenraum enorm nach Chemie riecht. Bei Kindermöbeln ist sogar auf das Kennzeichen der blauen Engel zu achten, denn diese Acryllacke sind besonders umweltfreundlich und daher auch unschädlich für Kinder. Bei Zäunen oder anderen Anwendungsgebieten im Außenbereich hingegen kann der Lösungsmittelanteil auch höher sein, um eine bessere Haftung zu garantieren.

Die Form

Acryllacke sind entweder als Spray oder in der Dose erhältlich. Ein Spray eignet sich immer für künstlerische Zwecke oder beim Modellieren feinster Farbunterschiede zweier Lacke. Ein Acryllack aus der Dose hingegen benötigt der Nutzer beim Streichen größerer Flächen.

Die 2-in-1-Verwendung

Die 2-in-1-Verwendung bei Acryllacken sagt aus, dass der Anwender den Lack sowohl als Grundierung als auch als oberste Lackschicht verwenden kann. Dies bietet den Vorteil, dass lediglich ein Produkt vonnöten ist, denn eine zusätzliche Grundierung würde den Nutzer weiteres Geld kostet. Darüber hinaus vermehrt es die Anwendungszwecke des Acryllacks, sodass der Käufer ein 2-in-1-Produkt erhält.

Der Verbrauch

Ein weiteres Kriterium ist der Verbrauch pro Quadratmeter, der angegeben ist in Quadratmeter pro Liter. Das heißt, je mehr Quadratmeter der Anwender mit dem Acryllack bedecken kann, desto besser ist der Verbrauch. Bei minderwertigen Acryllacken liegt dieser Wert bei circa sechs Quadratmetern pro Liter. Acryllacke aus der Mittelklasse schaffen bis zu zehn Quadratmeter pro Liter, wohingegen Spitzenprodukte bis zu 15 Quadratmeter pro Liter mit Lack bedecken können.

Die Wasserverdünnbarkeit

Das letzte Kriterium vor dem Kauf ist die Wasserverdünnbarkeit, denn ein Acryllack auf Wasser- und Lösungsmittelbasis sollte sich mit Wasser verdünnen lassen. Das verringert nicht nur den Verbrauch, sondern erlaubt dem Anwender auch Lacke mit mehr Lösungsmittelzusätzen im Innenraum zu verwenden, da diese verdünnt sind.

Wie gefährlich ist Acryllack? Kann er gesundheitsschädlich werden?

Acryllacke sind aufgrund der geringen Konzentration an Lösungsmitteln relativ ungefährlich. Der Anwender sollte jedoch nie im geschlossenen Raum den Lack verwenden und anschließend die Fenster nicht öffnen. Dies führt dazu, dass sich das Lösungsmittel in der Luft konzentriert und reizend auf Schleimhäute wirkt. Die Folge könnten Atemnot, ein Kratzen im Hals oder auch Reizungen der Augen sein. Darüber hinaus sollte der Anwender darauf achten, dass er Acryllacke unterschiedlichster Hersteller nicht miteinander vermengt, denn die verschiedenen Inhaltsstoffe beider Marken könnten zu einer chemischen Reaktion führen. Durch den hohen Wasseranteil ist jedoch selbst ein Kontakt mit Haut ungefährlich, insofern der Anwender sich rechtzeitig wäscht.

Was ist der Unterschied zwischen Buntlack und Acryllack?

Buntlack und Acryllack sind nicht dasselbe, denn ein Buntlack ist ein Lack auf Basis flüchtiger Lösungsmittel. Dadurch unterscheidet er sich nicht weitreichend von anderen Lacken. Der Acryllack hingegen ist ein durch Wasser dispergierter Lack, weshalb der Lösungsmittelanteil geringer ist.

Wie viel kostet Acryllack?

Acryllack ist in unterschiedlichsten Gebindegrößen erhältlich, weshalb der reine Vergleich der Dosen und Sprays unangebracht ist. Sinnvoller ist der Preisvergleich unterschiedlicher Gebinde pro 100 ml, denn dies gibt Auskunft über den tatsächlichen Preis. Im Anschluss muss der Anwender dies jedoch zum Verbrauch gegenrechnen, denn ein günstiger Acryllack pro 100 ml, kann einen extrem hohen Verbrauch haben, sodass der Preis im Vergleich dennoch hoch ist.

Günstige Acryllacke sind bereits ab 1,2 Euro pro 100 ml erhältlich. Mittelklasseprodukte kosten circa 3,2 Euro pro 100 ml, wohingegen hochpreisige Lacke bis zu 7,9 Euro pro 100 ml kosten.

Welche Acryllack Tests von angesehenen Testmagazinen gibt es? Gibt es einen Test von Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest testete im Jahre 2011 unterschiedlichste Weißlacke, worunter der Acryllack fällt. Dabei kam heraus, dass alle getesteten Lacke besonders wetterfest sind, wobei manche auf Fensterrahmen nicht haften. Auch sollte der Anwender darauf achten, dass keine Kobaltsalze enthalten sind, denn beim Abschleifen des Acryllacks können die Salze in die Atemwege gelangen. Da sie unter Verdacht stehen, krebserregend zu sein, sollte der Anwender immer eine Atemschutzmaske beim Abschleifen tragen.

Ein angesehenes Testmagazin hat bisher keinen Test zu Acryllacken veröffentlicht. Da jedoch auch der Test der Stiftung Warentest vor mehr als zehn Jahren erfolgte, sollte der Käufer auch Rezensionen des individuellen Produkts zurate ziehen, denn diese geben Auskunft über die Produkteigenschaften.

Kunstharzlack oder Acryllack? Was ist besser?

Generell ist keine Aussage zu treffen, welcher der beiden Lacke besser ist. Allerdings schwanken die Einsatzfelder, weshalb der eine Lack beispielsweise besser auf Fensterrahmen haftet als der andere. Der Hauptunterschied beider Lacke ist, dass Acryllack auf Wasserbasis ist, wohingegen Kunstharzlack auf lösemittelhaltiger Basis ist. Deshalb eignet sich Kunstharzlack auf besonders harten und kratzfesten Oberflächen. Der Lack ist wesentlich resistenter gegenüber mechanischen Einwirkungen und findet sich daher an Türrahmen oder anderen Oberflächen, die dauerhaften Belastungen ausgesetzt sind. Der Acryllack hingegen ist entweder für die Kunst oder unbelastete Oberflächen geeignet. Durch den geringen Einsatz von Lösungsmitteln ist der Acryllack darüber hinaus umwelt- und kinderfreundlicher als Kunstharzlack.

Was sollte ich beim Einsatz von Acryllack beachten?

Folgendes sollte der Anwender beim Auftragen und Einsatz von Acryllack beachten:
  • das Werkstück, falls es sich um Holz oder Metall handelt, mit einem Schleifpapier mit 180er Körnung anschleifen und die Holzspäne entfernen
  • im zweiten Schritt ein gröberes Schleifpapier mit 280er Körnung wählen und das Werkstück anschleifen, sodass es feinste Rillen enthält
  • jegliche Holzspäne und Holzstaub entfernen
  • das Werkstück reinigen, sodass es fett- und schmutzfrei ist
  • falls Löcher oder Unebenheiten im Werkstück sind, diese mit Füller-Lack ausbessern
  • nun alles mit Malerfolie oder -fließ abdecken, das keinen Anstrich erhalten soll
  • den Lack in eine Malerwanne oder ein Gefäß umfüllen, sodass dieser langsamer trocknet
  • den Pinsel leicht eintauchen, bis ein Drittel bedeckt ist oder die Malerrolle auf der Malerwanne rollen und an dem gerippten Part überschüssigen Lack abstreifen
  • gleichmäßig und in eine Richtung den Lack verstreichen
  • dies zuerst quer und daraufhin längs durchführen, um ein gleichmäßiges Bild zu erzeugen
  • Lackanhäufungen im Anschluss entweder abtupfen oder mit einem Pinsel glattziehen
  • den Lack in einem gelüfteten Raum trocknen lassen

Welcher Pinsel und welche Rolle ist für Acryllack geeignet?

Der passende Pinsel ist entscheidend, denn quellen die Borsten des Pinsels auf, verwischt das Streichbild. Deshalb muss der Heimwerker zu einem Pinsel aus Kunsthaar greifen, der synthetische Borsten hat. Erkennbar sind solche Pinsel an ihrem dichten Besatz und dem hohen Anteil an langen Borsten. Die Pinselgröße sollte ebenso leicht erkennbar sein, bestenfalls ist sie auf dem Ringblech eingestanzt.

Bei der Malerrolle darf der Käufer nicht zu günstigen Schaumstoffrollen greifen. Solche Rollen sind zu grobporig, weshalb das Streichbild ebenfalls verwischt und sich Luftblasen bilden. Trocknet der Acryllack besonders schnell, bleiben die Luftbläschen sogar nach dem Trocknen bestehen, wohingegen bei langsamer Trocknung die typische Orangenhaut entsteht. Daher sollte der Nutzer besser zu kurzflorigen Kunstfell-Walzen greifen, da diese Luftbläschen verhindern. Darüber hinaus eignen sich Flockroller, die zwar auch aus Schaumstoff bestehen, aber deren Oberfläche mit Veloursfasern bedeckt sind. Diese Rollen sorgen für exzellente Streichergebnisse, denn sie verwischen nicht.

Wie lange dünstet Acryllack aus?

Dies ist stark abhängig von den Außentemperaturen und der Luftfeuchtigkeit. Handelt es sich um einen trockenen als auch heißen Tag, trocknet der Acryllack innerhalb weniger Minuten. Bei feuchteren als auch kalten Tagen, trocknet der Acryllack erst nach mehreren Stunden bis hin zu Tagen. Deshalb sollte der Anwender den Lack bestenfalls im Frühsommer auftragen.

Ist Acryllack wetterfest?

Acryllack ist nach dem Trocknen wetterfest und hält Regen sowie Wind stand. Allerdings sollte der Anwender immer einen Acryllack für den Außenbereich verwenden, wenn das Werkstück wetterfest sein soll, denn dies garantiert, dass selbst nach mehreren Jahren der Lack immer noch den widrigen Bedingungen standhalten kann.

Wie entfernt man Acryllack wieder?

Das Entfernen von Acryllack ist wesentlich komplizierter als das Auftragen und erfordert mehr Aufwand. Folgende Möglichkeiten bieten sich dem Heimwerker:

Die Heißluftpistole

Dadurch, dass der Acryllack so wetterfest ist, benötigt der Heimwerker mehr als Wasser, um den Acryllack zu entfernen. Die umständlichere und umweltfreundlichere Methode ist daher das Entfernen mit einer Heißluftpistole. Der Anwender erwärmt den Lack und spachtelt diesen im Anschluss ab. Die Reste entfernt er mit einem Schleifpapier, das selbst kleinste Überbleibsel des Acryllacks entfernt.

Chemischer Abbeizer

Chemische Abbeizer vereinfachen das Entfernen von Acryllack, denn die Lösungsmittel entfernen den Lack mühelos von Werkstücken. Hierfür trägt der Anwender den Abbeizer auf, verstreicht ihn auf dem Werkstück und löst ihn danach sorgfältig mit einem Spachtel ab. Der Vorteil des Abbeizers ist jedoch, dass er den Lack selbst aus der Maserung löst, denn sonst müsste der Nutzer das Werkstück noch feiner mit einem Schleifpapier anrauen. Allerdings sind Abbeizer extrem umweltschädlich, weshalb der Nutzer nur bedingt von ihnen Gebrauch machen sollte.

Fazit

Acryllacke sind simpel aufzutragende Lacke, mit denen selbst Laien mit etwas Geschick lackieren können. Darüber hinaus sind sie mit nur wenig Lösungsmitteln versehen, sodass sie ungefährlich für Anwender und Umwelt sind.

 



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